Meine Damen und Herren, das war’s! 300 Tage als Sansoldat der Schweizer Armee. Wer hätte je gedacht, dass der Quark einmal ein Ende nehmen würde. Ich habe gar noch nicht richtig realisiert, dass ich nicht mehr einrücken muss – NIE WIEDER! Das werde ich schon noch merken, wenn ich die Worte “Prossima fermata: Airolo!” nicht mehr hören muss. Wir hatten viel Stress, wir hatten viel Spass. Man lernt Menschen kennen und man lernt, Menschen zu achten, mit denen man im richtigen Leben vielleicht nicht unbedingt etwas zu tun haben möchte und merkt dann, dass auch sie ihre guten Seiten zeigen können, wenn sie wollen (oder auch nicht).
Ich bin froh, dass ich’s gemacht hab, und bin ebenso froh, dass es vorbei ist. Wir haben doch so einiges gelernt, auch wenn vieles für die Katz war, finde ich jetzt persönlich. Im Sandienst können wir bestimmt das eine oder andere ins Zivile mitnehmen. Und in der Schweiz sind wir auch ein wenig herumgekommen. Ich habe auch gelernt, Dinge zu tun, die ich nicht unbedingt tun wollte, aber auch gelernt mich zu wehren. Ich hoffe, dass ich vieles aus dieser Zeit mitnehmen kann und mir die positiven Seiten in Erinnerung bleiben werden. Irgendwann macht alles Sinn. Ich hoffe zumindest, ich konnte dem einen oder anderen das Militär auf meine Art und Weise ein kleines Bisschen näher bringen.
Ich möchte mich bedanken. Bedanken bei all denen, mit denen man lachen konnte, wenn’s zum weinen war, mit denen man lästern konnte, wenn das Kader böse war und mit denen man über intelligente Dinge plaudern konnte, wenn’s zu niveaulos wurde. Ich bedanke mich auch bei all denen, die den Alltag durch ihre Ungeschicktheiten ein wenig aufgelockert haben, ohne jetzt irgendwelche Namen zu nennen. Und natürlich geht ein Dankeschön an all die fleissigen BlogleserInnen und Aussen.
Jetzt schaue ich zurück auf einen intensiven und aufregenden Lebensabschnitt und voraus auf neue Projekte, Pläne und Blödsinnigkeiten. Es war ab und zu mühsam und nervig. Das Militär hat meinen Erwartungen im ersten Artikel dieses Blogs standgehalten. Es wird nie mehr so sein, es ist vorbei und irgendwo tut’s auch ein bisschen weh.


